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Hier entsteht die Webseite der Gruppe Soziale Kämpfe

 

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Veranstaltung: Anti-islamischer Rassismus und linke Politik

am 10. Mai 2007 im Festsaal Kreuzberg

 


Am 21. März dieses Jahres verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf                                    

das Gelände der Ahmadiya Gemeinde in Berlin-Heinersdorf. Er ist Teil einer

rassistischen Kampagne gegen die Bestrebungen, dort eine Moschee zu

errichten und geschieht in einem gesellschaftlichen Klima der Gleichsetzung

von Islam und Terror, der Stigmatisierung von MigrantInnen und der

autoritären Forderung nach Unterordnung unter eine sich neu definierende

deutsche Leitkultur.

 

Die Forderung nach kultureller Unterordnung und Integration als staatlich

sanktionierte Pflicht (befolgen MigrantInnen diese nicht werden ihnen bürgerliche

Rechte nicht zugestanden) bringt die Diskussion über Rechte und

gleichberechtigte Teilhabe zum Schweigen. Die Kehrseite der Integration

ohne Rechte ist die Unterordnung auf dem Arbeitsmarkt.

 

Dem Diskurs gelingt es, auch liberale und linke Milieus und Diskussionen

ideologisch einzubinden. Es bilden sich Koalitionen in der Konstruktion

»des Anderen«, im gemeinsamen Bezug auf »westliche Werte«. Durch die

Verbindung der Rede von Terrorismusbekämpfung und Sicherheit mit der

Diskussion um ›Integration‹ von MigrantInnen und der Behauptung einer

›kulturellen Fremdheit‹ von Muslimen gegenüber einer deutschen ›Leitkultur‹

wird ein Feld für das öffentliche Schüren von Ängsten und den Abbau von

Grundrechten geschaffen. Es wird an ein gesellschaftliches Klima der Verunsicherung

angeknüpft, das aus dem globalem Kapitalismus und der

damit einher gehenden Prekarisierung von Arbeits- und Lebensverhältnissen erwächst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ACTION AND WORDS Trotz der durch den Anschlag erreichten Eskalation

scheint es für Linke schwierig, sich zu positionieren – gerade weil die

Moscheegegner für sich Aufklärung und Frauenrechte beanspruchen.

Religionskritik und Feminismus sind aber auch zentrale Bestandteile unseres

linken Selbstverständnisses.

Wie verhalten sich Islamkritik und Rassismus zueinander? Mit welchen

Stereotypen arbeitet der anti-islamische Rassismus? Wie hängt die »Islamisierung«

von Widerstand gegen die Mehrheitsgesellschaft mit globalen

Machtverhältnissen zusammen?

Welche anderen Politikformen von MigrantInnen werden dadurch unsichtbar gemacht?

 

Wenn es der Linken nicht gelingt, sich in diesem schwierigen Feld zu positionieren,

geraten wir in Gefahr, stummer Teil des herrschenden Konsenses zu

werden.

 

 

Zum Flyer der Veranstaltung geht’s hier

Zum Abstract der Referentinnen Iman Attia, Nikita Dhawan und Maria Do Mar Castro Varela geht’s hier

 

Der Redebeitrag der Gruppe Soziale Kämpfe wird in Kürze eingestellt.

 

 

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