Das am 29.11.2011 im Gedenken an die Opfer der rassistischen Serienmorde
von Migrant_innenselbstorganisationen und zahlreichen anderen Initiativen,
Organisationen und Einzelpersonen ins Leben gerufene Bündnis gegen
Rassismus ruft zur Demonstration für Solidarität mit den Opfern und gegen
Rassismus auf.
Demonstration „Bündnis gegen Rassismus“
Samstag, 10. Dezember 2011 (Internationaler Tag der Menschenrechte)
11 – 13:30 Uhr, von der Karl-Liebknecht-Straße am Alexanderplatz –
Marx Engels Forum
bis zum Platz des 18. März
„Rassismus hat nicht erst mit den Morden der NSU begonnen, seine
Wurzeln sind tief in den Köpfen verankert. Der institutionelle Rassismus
herrscht in den Fluren der Verwaltungen, der alltägliche Rassismus
drückt sich in Sprache und Denkstrukturen aus“, erklärt das Bündnis
gegen Rassismus und betont: „Rassismus ist kein Problem einer kleinen
Randgruppe, das unter dem Konstrukt des „Extremismus“ von der Mitte an
den Rand der Gesellschaft verschobenen werden kann. Vielmehr dient die
alleinige Fokussierung auf Neonazigruppen und das NPD-Verbot als ein
Ablenkungsmanöver, mit dem das gesamtgesellschaftliche Problem des
Rassismus und die eigene Verantwortlichkeit erneut verschleiert werden.
Nicht nur die Politiker_innen haben versagt, sondern der Staat und sein
ganzer Apparat.
Wir fordern endlich eine gesamtgesellschaftliche Diskussion über
Rassismus und soziale Ausgrenzung, über Ursachen und Verursacher_innen
in Weißen Machtstrukturen!
Die Mordserie der NSU ist ein schreckliches Symptom einer an Rassismus
krankenden Gesellschaft. Ca. 183 Menschen wurden durch Neonazis und
Rassisten seit 1990 ermordet, zahlreiche Brandanschläge, Attentate und
Übergriffe lassen sich bis zur Entstehung der BRD zurückverfolgen. Die
Dunkelziffer der Betroffenen bzw. nicht aufgeklärten oder fälschlicher
Weise als unpolitisch eingestuften Straftaten dürfte noch weit darüber
liegen.
Das Bündnis gegen Rassismus betont mit Nachdruck: „Die Mitte der
Gesellschaft, die Politik, die Sicherheitsbehörden, Medien und
Wissenschaft sind für die Aufrechterhaltung und den Ausbau
institutionellen Rassismus mitverantwortlich. Wir fordern von ihnen ein
konsequentes Vorgehen gegen Rassismus und Solidarität mit den Opfern.“
Die Ethnisierung sozialer Probleme, besonders sichtbar in der
„Integrationsdebatte“, hat die Kriminalisierung und Entrechtung von
Migrant_innen und People of Color zur Folge. Gegen diesen Rassismus, der
sich in Begrifflichkeiten wie „Döner-Morde“ oder Sonderkommission
„Bosporus“ widerspiegelt, wollen wir uns zur Wehr setzen. Es besteht
Handlungsbedarf!
Wir wollen die Verantwortung übernehmen, die so lange und vehement von
Migrant_innen und People of Color eingefordert wird, durch
gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe, nicht durch Anpassung
und „Integration“ in bestehende gesellschaftliche Ausgrenzungs-
verhältnisse!
Wir fordern einen bundesweiten Aktionsplan gegen Rassismus!
• Konsequenter Kampf gegen rassistische Äußerungen, Handlungen und
Gesetze!
• Unverzügliche und lückenlose Aufklärung aller rassistisch motivierten
Morde!
• Kritische Auseinandersetzung mit Rassismus in allen Facetten!
• Verbot der NPD und Bekämpfung aller Nazistrukturen sowie eine
konsequente Auseinandersetzung mit Rassismus!
• Deutschland ist ein Einwanderungsland! (Aufnahme ins GG!)
• Abschaffung aller Sondergesetze!
• Schluss mit der diffamierenden und ausgrenzenden „Integrationsdebatte“!
• Stärkung und Entkriminalisierung antirassistischer und
antifaschistischer Arbeit!
Donnerstag, 24. November 2011, 19:00 bis 21:00 Uhr
Wo: allmende e.V., Kottbusser Damm 25-26
“Schulden sind schlecht”- mit dieser im Alltag verankerten Vorstellung gelingt es derzeit neoliberaler Politik Zustimmung zu Kürzungen und Spardiktaten für „SchÜber Schulden, Herrschaft und die Rolle Deutschlands in der EU-Kriseuldenstaaten“ zu organisieren. Die politischen Programme zur Schuldensenkung erscheinen als Sachzwang oder werden schlicht durch Zwang durchgesetzt. Die deutsche Regierung erzwingt in Europa die Durchsetzung dieser Politik – nicht zuletzt im Interesse der Banken, die am Schuldendienst verdienen. Kommt es zu einer Verstärkung autoritärer Entwicklung der Europäischen Union? Wie hängen Euro-Krise, Steuer- und Schuldenpolitik zusammen? Wie können Antworten der sozialen Bewegungen und linke Alternativen aussehen?
Mit:
Klemens Himpele (GEW): Staatsverschuldung, Schuldenbremse und Herrschaft
Beat Weber (Ökonom, Wien): Die Krise der EU und die Rolle Deutschlands
Flo Becker (Gruppe soziale Kämpfe): Schulden politisieren! Linke Alternativen zur autoritären Herrschaft in der Krise
Moderation:
Christina Kaindl (Rosa Luxemburg Stiftung)
Veranstaltungsort:
allmende e.V. Kottbusser Damm 25-26 (3. Etage, Eingang von der Tordurchfahrt)
Eine Veranstaltung der Hellen Panke – Rosa Luxemburg Stiftung Berlin (www.helle-panke.de) in Kooperation mit der Gruppe Soziale Kämpfe (www.gruppe-soziale-kaempfe.org)
Donnerstag, 24. November 2011, 19:00 bis 21:00 Uhr
Wo: allmende e.V., Kottbusser Damm 25-26
Ist ganz Europa bald pleite?
Über Schulden, Herrschaft und die Rolle Deutschlands in der EU-Krise
“Schulden sind schlecht”- mit dieser im Alltag verankerten Vorstellung gelingt es derzeit neoliberaler Politik Zustimmung zu Kürzungen und Spardiktaten für „Schuldenstaaten“ zu organisieren. Die politischen Programme zur Schuldensenkung erscheinen als Sachzwang oder werden schlicht durch Zwang durchgesetzt. Die deutsche Regierung erzwingt in Europa die Durchsetzung dieser Politik – nicht zuletzt im Interesse der Banken, die am Schuldendienst verdienen. Kommt es zu einer Verstärkung autoritärer Entwicklung der Europäischen Union? Wie hängen Euro-Krise, Steuer- und Schuldenpolitik zusammen? Wie können Antworten der sozialen Bewegungen und linke Alternativen aussehen?
Mit:
Klemens Himpele (GEW): Staatsverschuldung, Schuldenbremse und Herrschaft
Beat Weber (Ökonom, Wien): Die Krise der EU und die Rolle Deutschlands
Flo Becker (Gruppe soziale Kämpfe): Schulden politisieren! Linke Alternativen zur autoritären Herrschaft in der Krise
Moderation:
Christina Kaindl (Rosa Luxemburg Stiftung)
Bundestagsumzingelung: Samstag 12.11, 12.30 Uhr, Berlin Hauptbahnhof / Washington Platz
Zur „Rettung des Euro“ jagt derzeit ein Krisengipfel den nächsten. Eine Lösung der Krise ist dennoch nicht in Sicht. Die Antworten der Regierungen erschöpfen sich darin, neue Hunderte Milliarden schwere „Rettungsschirme“ für verschuldete Staaten zu spannen und eine Politik des radikalen Sozialabbaus in der EU durchzusetzen. Die Ursache der Krise sind aber nicht die Menschen in Südeuropa, die angeblich über ihre Verhältnisse gelebt haben. Das kapitalistische Wirtschaftssystem und das Europa der Banken und Konzerne stecken insgesamt in der Krise.
Die „Rettungsschirme für den Euro“ retten die Gläubiger der Staaten, die Banken und Vermögensbesitzer mit Steuergeldern – nachdem diese an der wachsenden Staatsverschuldung verdient haben. Dabei sind die Staatsschulden durch die Bankenrettung 2008, durch jahrelange Steuergeschenke an Vermögende und Konzerne, durch Arbeitslosigkeit und Niedriglöhne gestiegen.
Jetzt sollen die Schulden auf dem Rücken von Arbeitslosen, Beschäftigten, RentnerInnen, jungen Prekären und MigrantInnen abgebaut werden. Im Interesse der Finanzmärkte und Konzerne zwingen EU und IWF den Menschen in den sogenannten „Schuldenstaaten“ Entlassungen, Lohnsenkungen, Privatisierungen und massive Kürzungen im Gesundheits- und Bildungssystem auf. Armut und Arbeitslosigkeit wachsen – dadurch wird die Wirtschaftskrise verschärft, die Staatsschulden steigen weiter trotz sozialen Kahlschlags.
Die Bundesregierung spielt sich derzeit als Retter Europas auf und fordert weiteren Sozialabbau in anderen EU-Staaten. Dabei haben jahrelange Lohnsenkungen, Anstieg prekärer Jobs, Hartz 4 und Sozialabbau in Deutschland wesentlich zur Krise in Europa beigetragen. Länder wie Griechenland wurden durch das deutsche Lohn- und Sozialdumping in der Konkurrenz abgehängt. Mit den Staatsausgaben der heutigen „Krisenstaaten“ wurden auch die Kassen deutscher Industrie- und Rüstungskonzerne gefüllt.
Die Superreichen sind durch die Krise noch reicher geworden, die Macht der Banken, Konzerne und Finanzmärkte ist weiter gewachsen. Andere Geschäftsregeln für Banken und eine Besteuerung von Finanzgeschäften alleine reichen nicht aus, um zu verhindern, dass die Mehrheit der Menschen für die Krise zahlt, während die Profite steigen. Banken und Konzerne sind heute eng miteinander verflochten. Die Aufblähung der Finanzmärkte ist die direkte Folge der schnellen Jagd der Konzerne nach höheren Profiten. Wir müssen die Banken, Konzerne und Vermögensbesitzer entmachten und die Spardiktate von EU, IWF und EZB stoppen!
Wir fordern:
Sie vertreten uns nicht – Occupy Börsen, Banken und Bundestag!
Die Krise ist global, es kann keine nationalen Lösungen geben. Wir brauchen eine globale Bewegung der 99% – derjenigen die von der herrschenden Politik nicht vertreten werden! In den USA, Griechenland, Spanien und Italien wehren sich die Menschen mit Streiks und Platzbesetzungen gegen den Raub ihrer Zukunft und Würde. Weltweit gehen Menschen für eine echte Demokratie und Alternativen zum Kapitalismus auf die Straße. Wir müssen selbst aktiv werden. Solidarisieren wir uns mit den Streikbewegungen an der Charité und den Bildungsstreiks – kämpfen wir gemeinsam für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen! Zeigen wir den Herrschenden, dass immer weniger Menschen bereit sind zu schweigen!
Echte Demokratie – das geht nur ohne Kapitalismus!
Rücken wir Politikern und Banken auf die Pelle: am 12.11.11 im Bankenviertel in Frankfurt/Main und im Regierungsviertel in Berlin!
Bundestagsumzingelung: Samstag 12.11, 12.30 Uhr Hauptbahnhof / Washington Platz
Gemeinsam mit Zehntausenden wollen wir den Bundestag mit einer Menschenkette umzingeln. Zu der Aktion rufen u.a. Attac, Gewerkschaften, Inititiativen der Occupy-Bewegung und das Berliner Bündnis „Wir zahlen nicht für eure Krise“ auf.
Bündnis „Wir zahlen nicht für eure Krise“ Berlin
Wir freuen uns, die mit der Antirassistischen Initiative zusammen herausgegebene Broschüre präsentieren und zum lesen anbieten zu dürfen: Standpunkte gegen Stammtische: Argumente gegen Antimuslimischen Rassismus – Omuzdaşların sloganlarına karşı görüş ve duruşlar: Müslüman karşıtı ırkçılığa karşı. Die Broschüre ist in deutscher und türkischer Sprache verfasst.
Aus dem Vorwort:
Es gibt mehr Stammtische, als man denkt. Nicht nur in Hinterzimmern wird gegen Muslime gewettert. Auch beim Elternabend, im Freibad oder beim Treffen mit Kollegen_innen schlagen einem oft rassistische Aussagen entgegen. Nicht immer fällt es da leicht, die richtige Reaktion zu finden. Diese Broschüre soll dabei helfen. Wir stellen weit verbreitete rassistische Vorurteile vor und stellen ihnen Argumente entgegen.
Sanılandan çok daha fazla masa toplantıları var. Müslümanlar adece sarka odalarda kötü sözlerle tenkit edilmez, ebeveyn toplantılarında, açık yüzme havuzlarında veya meslektaş toplantılarında da sık sık ırkçı ifadelerle karşılaşılır. Doğru tepkiyi göstermekte
her zaman kolay olmaz. Bu broşür bu gibi durumlarda yardımcı olsun diye ortaya çıktı. Burada en yaygın ırkçı ön yargıları takdim ediyoruz ve onlara karşı argümanlar koyuyoruz.
Im Rahmen der Occupy-Bewegung demonstrieren weltweit Millionen von Menschen gegen die Macht der Banken und Konzerne. Parlamente und Regierungen repräsentieren ihre Wünsche und Interessen längst nicht mehr. Die Ursache der jetzigen sogenannten “Euro-Krise” liegt nicht in Spekulationen geldgieriger Manager oder gar im Verhalten von Rating-Agenturen, sondern in einer zunehmenden Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben.
Das Berliner Bündnis “Wir zahlen nicht für die Krise” über dreißig Organisationen, Parteien und Gewerkschaften ruft auf, am kommenden Samstag, den 29.10.2011, im Rahmen der weltweiten Occupy-Bewegung zu demonstrieren. Wir stellen die Forderungen von Lohnabhängigen, Studenten und Rentnern in den Mittelpunkt. Wir demonstrieren für:
Darüber hinaus soll die Demonstration auch dem Kampf der griechischen Bevölkerung gegen das Spardiktat der Merkel-Regierung und der Troika solidarischen Ausdruck verleihen. Beide wollen aus Griechenland ein Protektorat der europäischen Banken und Konzerne machen. Die Menschen in Griechenland kämpfen längst nicht mehr nur für die Rücknahme der Sparbeschlüsse, sondern für den Sturz der Papandreou-Regierung. Sie haben unsere Solidarität!
Occupy Regierungs- und Bankenviertel – Demonstrationen und Aktionen am Sa. 12.11 in Berlin und Frankfurt!
Einladung zur Diskussion mit: Koray Yilmaz-Günay, Rosa-Luxemburg-Stiftung | Demet Altan, Allmende e.V. | Berlin Julia Schnegg, Gruppe Soziale Kämpfe
Dienstag, 25. Oktober 2011, 19:00 bis 21:00 Uhr,
Veranstaltungsort: allmende e.V. Kottbusser Damm 25-26 (3. Etage, Eingang von der Tordurchfahrt)
Anlass ist das Erscheinen der gemeinsam mit der Antirassistischen Initiative (ARI) herausgegebenen Broschüre „Standpunkte gegen Stammtische – Argumente gegen Antimuslimischen Rassismus“. Mit politischen Aktivist_Innen und Interessierten möchten wir die inhaltlichen Widersprüche und Herausforderungen diskutieren, die sich antirassistischer Praxis stellen und auch den Produktionsprozess begleitet haben.
Wie kann man rassistischen Positionen begegnen, ohne sie ständig zu wiederholen und dadurch weiter zu bedienen? So rechtschaffen die Gegenargumente sein mögen – sind es gerade die gut gemeinten Widerlegungen, die bestimmte Denkfiguren erst verankern? Und wie gehen wir umgekehrt mit dem Dilemma um, dass eher alltagsferne Abhandlungen möglicherweise ‚richtiger’ sein mögen, sich aber nicht so leicht in konkret-handfeste Argumente für den Streit mit dem Nachbar oder der Taxifahrerin übersetzen lassen?
Ob Sarrazin, Pro Deutschland oder NPD: Rassistische Propaganda arbeitet mit der Behauptung unzutreffender Zahlen – z.B. über Jugendgewalt oder den angeblichen Schaden für das deutsche Sozialsystem. Reduziert man Rassismus auf ein Verhältnis von Zahlen, wenn man diesen Behauptungen die ‚richtigen’ Zahlen entgegensetzt? Liefert man damit den Nachweis von Anpassungsbereitschaft und volkswirtschaftlicher Nützlichkeit und befördert genau damit wesentliche Elemente des Rassismus?
Antirassistische Praxis steht vor der Herausforderung, komplexe Zusammenhänge einfach darzustellen. Doch wie lässt sich eine Sprache finden, die auf der einen Seite nicht Gefahr läuft, Rassismus zu vereinfachen, auf der anderen Seite in der Lage ist, möglichst viele Menschen zu erreichen und Möglichkeiten zum Handeln zu bieten? Das beinhaltet die Frage, wie wir die aktuelle Konjunktur des antimuslimischen Rassismus in weitere soziale Zusammenhänge einordnen und sie vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Krise verstehen. Und wie kann es gelingen, eine solche Verbindung in politische Praxis zu übersetzen?
Demonstration „Solidarität mit den Opfern von Oslo und Utøya! Gegen Rechtspopulismus und Rassismus! Der Tod kommt aus der Mitte!“ Mittwoch, 3. August, 17 Uhr, Rosenthaler Platz
Nach den Anschlägen in Norwegen heißt es: Es war lediglich ein Einzeltäter. Angeblich trägt niemand eine Mitschuld an dem Drama. Angeblich fand der Anschlag außerhalb eines gesellschaftlichen Kontextes statt, in dem Ängste geschürt und Hass gesät wurden. Weder Politiker_innen noch Medien wollen die Zündschnüre gelegt haben, die zu den Morden in Utøya und Oslo geführt haben! Doch passierte das Attentat nicht außerhalb eines politischen Klimas, in dem Personen mit muslimischem Glauben per se diskriminiert und unter Generalverdacht gestellt werden. Die europäischen Rechtspopulisten wollen sich nun aus der Verantwortung ziehen und die Massenmedien sind nur schwer davon zu überzeugen, dass der Attentäter Breivik kein Islamist ist. Statt den politischen und gesellschaftlichen Nährboden dieses Attentats zu hinterfragen, wird der Täter einfach pathologisiert und die pauschalen Forderungen an den Staat, Bürgerrechte im Namen der Sicherheit weiter einzuschränken, immer lauter. Für diese Sicherheit will die rechtspopulistische Partei „Die Freiheit“ auch am 3. August in Berlin-Mitte demonstrieren.
Unsere Antwort auf die Morde muss gesellschaftliche Solidarität heißen! Die einzige Möglichkeit solchen Attentaten zu begegnen, ist den in Europa erstarkende Rechtspopulismus als mörderische Ideologie zu entlarven und rassistischer und soziale Ausgrenzung im Alltag klare Absagen zu erteilen. (weiterlesen…)
Kongress | ver.di Stuttgart, Bündnis “Wir zahlen nicht für eure Krise”
Der Verlauf und Charakter der Finanz- und Wirtschaftskrise und der jetzt schon wieder gefeierte Aufschwung werfen für Gewerkschaften und die sozialen Bewegungen wichtige Fragen auf.
Ist der große Crash vorbei oder drücken die steigende Schuldenlast und die latente Gefahr von Währungskrisen aus, dass wir uns in einer weiteren Etappe der Krise befinden?
Wie wurde versucht, die Krise zu lösen und welche neuen Widersprüche entstehen daraus?
Baut sich die nächste Spekulationsblase wieder auf und was bedeutet der Verzicht auf die Regulierung des Finanzsektors für die weitere Entwicklung?
Wie tragfähig ist der Aufschwung und wer profitiert davon?
Wird das wachsende Ungleichgewicht in der Weltwirtschaft und der EU die Krisenanfälligkeit erhöhen und trägt das Exportmodell Deutschland?
Im gespaltenen Arbeitsmarkt wachsen in erster Linie Leiharbeit und prekäre Beschäftigung. Verfestigt sich diese Struktur und was bedeutet das für die Politik der Gewerkschaften?
Im Vergleich zu anderen Protestbewegungen (Atomkraft, Stuttgart 21, Generalstreiks in Frankreich, Griechenland,…) haben die Sozialproteste keine vergleichbare Dynamik entwickelt. Warum gibt es bei uns keine vergleichbare politische Bewegung und was sind die Ursachen dafür?
Referenten: Prof. Elmar Altvater, Michael Schlecht, Werner Sauerborn, Sarah Nies, Dieter Sauer, Sabine Reiner, Bernd Riexinger und weiteren Gästen aus dem In- und Ausland.
Kongress Wo bleibt mein Aufschwung
09.-10. Juli 2011
Gewerkschaftshaus Stuttgart, Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart
Den Programmablauf sowie alle weiteren Informationen in der Einladung:
Kongress-Wo-bleibt-mein-Aufschwung.pdf (PDF, 1018 kB)
++Mittwoch, 13. April 2011, 19:00 Uhr in Berlin, Südblock (Admiralsstraße 1-2)++
Eine Veranstaltung der Hellen Panke – Rosa Luxemburg Stiftung Berlin (www.helle-panke.de) in Kooperation mit: Gruppe Soziale Kämpfe, SDS.die Linke Berlin, „Projektgruppe Krise & Protest“ von attac Berlin
Hierzulande wird die frohe Botschaft vom Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise verkündet, die Wirtschaft wächst dank Exporten und Niedriglöhnen. Doch keines der gesellschaftlichen Probleme, welche die tiefste Wirtschaftskrise seit 1929 angezeigt hat, ist gelöst. Das Krisenmanagement bringt neue Krisen hervor: die Bankenrettung führte in die Schuldenkrise in der EU, die neoliberale Sparpolitik verschärft die soziale Krise der Prekarisierung. Im globalen Süden spitzt sich die Ernährungs- und Klimakrise zu. Kämpfe um Land und Rohstoffe, verstärkte Migration und die aktuellen Revolten gegen den krisenhaften Alltag in einigen nordafrikanischen Ländern sind Teil der ungelösten Krisendynamik des neoliberalen Kapitalismus. Diese nimmt viele unterschiedliche Formen an, es kommt zu Ungleichzeitigkeit und Wechselwirkungen der Krisen.
Für die sozialen Bewegungen und die gesellschaftliche Linke werden durch die Vielfachkrise drängende Fragen aufgeworfen: Was ist für wen eine „Krise“? Wie bewegen sich die Subjekte in den alltäglichen Krisen? Wie ist der globale Krisenzusammenhang einzuschätzen? Sind die Krisen Antriebskräfte emanzipatorischer Veränderungen oder kommt es zu einer autoritären Krisendynamik des Kapitalismus? Welche Ansatzpunkte ergeben sich für Verbindungen von sozialen Kämpfen und Bewegungen entlang der Krisen? Gemeinsam wollen wir nach Ansatzpunkten für eine veränderte politische Praxis suchen, nach Perspektiven zur Überwindung von Verhältnissen, unter denen Krisen immer wieder neu entstehen.
ReferentInnen:
Moderation: Pauline Bader (attac Berlin)
++Seminar der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) ++
++8. – 9. April 2011 in Berlin++
In den letzten Jahren zeigen sich verstärkt Ressentiments gegenüber Musliminnen und Muslimen bzw. Menschen, die als Muslime definiert werden. In all diesen Vorgängen zeigt sich ein antimuslimischer Rassismus, der Musliminnen als generell unterdrückte Frauen, und Muslime als frauenfeindlich, homophob, antisemitisch und gewaltbereit stigmatisiert. In diesem Seminar möchten wir gemeinsam diskutieren, woher dieses Erstarken von antimuslimischem Rassismus in Deutschland kommt. Welche Gründe gibt es für die Zunahme an Ressentiments nicht nur am rechten Rand der Gesellschaft, sondern zum Teil bis weit in der bürgerlichen Mitte hinein? Und welche Proteste gibt es gegen diese antimuslimischen Strömungen? Wie reagieren emanzipatorische Bewegungen in Deutschland und Europa auf die zunehmende Stigmatisierung von MuslimInnen? Was hat Integration mit Antimuslimischen Rassismus zu tun? Wir wollen uns in diesem Seminar mit den theoretischen Konzepten zu Antimuslimischen Rassismus vertraut machen, um dann vor allem in Bezug auf die Praxis zu schauen, welche Gemeinsamkeiten all jene Vorgänge haben und eine Perspektive für eine vernetzte Gegenbewegung zu entwickeln.
Wann: 8.-9. April 2011,
Wo: Lascafé @ elok, Laskerstraße 6-8, 10245 Berlin (nahe S-Bhf. Ostkreuz),
Kontakt & Anmeldung: mail@buko.info, Infos: www.buko.info