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Veranstaltung: Anti-islamischer Rassismus und linke Politik am 10. Mai 2007 im Festsaal Kreuzberg
das Gelände der Ahmadiya Gemeinde in Berlin-Heinersdorf. Er ist Teil einer rassistischen Kampagne gegen die Bestrebungen, dort eine Moschee zu errichten und geschieht in einem gesellschaftlichen Klima der Gleichsetzung von Islam und Terror, der Stigmatisierung von MigrantInnen und der autoritären Forderung nach Unterordnung unter eine sich neu definierende deutsche Leitkultur.
Die Forderung nach kultureller Unterordnung und Integration als staatlich sanktionierte Pflicht (befolgen MigrantInnen diese nicht werden ihnen bürgerliche Rechte nicht zugestanden) bringt die Diskussion über Rechte und gleichberechtigte Teilhabe zum Schweigen. Die Kehrseite der Integration ohne Rechte ist die Unterordnung auf dem Arbeitsmarkt.
Dem Diskurs gelingt es, auch liberale und linke Milieus und Diskussionen ideologisch einzubinden. Es bilden sich Koalitionen in der Konstruktion »des Anderen«, im gemeinsamen Bezug auf »westliche Werte«. Durch die Verbindung der Rede von Terrorismusbekämpfung und Sicherheit mit der Diskussion um ›Integration‹ von MigrantInnen und der Behauptung einer ›kulturellen Fremdheit‹ von Muslimen gegenüber einer deutschen ›Leitkultur‹ wird ein Feld für das öffentliche Schüren von Ängsten und den Abbau von Grundrechten geschaffen. Es wird an ein gesellschaftliches Klima der Verunsicherung angeknüpft, das aus dem globalem Kapitalismus und der damit einher gehenden Prekarisierung von Arbeits- und Lebensverhältnissen erwächst.
ACTION AND WORDS Trotz der durch den Anschlag erreichten Eskalation scheint es für Linke schwierig, sich zu positionieren – gerade weil die Moscheegegner für sich Aufklärung und Frauenrechte beanspruchen. Religionskritik und Feminismus sind aber auch zentrale Bestandteile unseres linken Selbstverständnisses. Wie verhalten sich Islamkritik und Rassismus zueinander? Mit welchen Stereotypen arbeitet der anti-islamische Rassismus? Wie hängt die »Islamisierung« von Widerstand gegen die Mehrheitsgesellschaft mit globalen Machtverhältnissen zusammen? Welche anderen Politikformen von MigrantInnen werden dadurch unsichtbar gemacht?
Wenn es der Linken nicht gelingt, sich in diesem schwierigen Feld zu positionieren, geraten wir in Gefahr, stummer Teil des herrschenden Konsenses zu werden.
Zum Flyer der Veranstaltung geht’s hier Zum Abstract der Referentinnen Iman Attia, Nikita Dhawan und Maria Do Mar Castro Varela geht’s hier
Der Redebeitrag der Gruppe Soziale Kämpfe wird in Kürze eingestellt.
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